Die Essenz des Meeres – Grasige Frische und tiefes Umami.

Japanische Tees wie Sencha, Gyokuro oder Genmaicha sind hochempfindlich. Die Dämpfung bricht die Zellwände der Nadeln auf, wodurch sie ihre Inhaltsstoffe extrem schnell an das Wasser abgeben. Hier entscheiden Sekunden über Genuss oder Bitterkeit. Ein NOEMA Japan-Tee ist wie ein kühler Frühlingsmorgen: klar, belebend und von einer fast brühe-artigen Tiefe.

Um das volle Potenzial zu wecken, empfehlen wir:

Gefäß

Eine Kyusu (Seitengriffkanne) mit einem feinen Sieb. Japanische Tees sind oft fein gebrochen und brauchen Platz zum Schweben.

Tasse

Kleine, innen weiße Schalen, um das leuchtende Smaragdgrün zu bewundern.

temperatur

Hier ist Vorsicht geboten. 60°C bis 70°C sind das Standardmaß. Höhere Temperaturen zerstören das feine Umami und lassen den Tee "nach Fisch" schmecken.

Zwei Wege zum Genuss

Wir unterscheiden zwischen der westlichen Methode für große Kannen und der traditionellen Methode für maximale Geschmacksentwicklung.

Der klassische Sencha-Aufguss

Für die tägliche Vitalisierung.

Dosierung

4g (ca. 2 TL) auf 200ml Wasser.

Temperatur

70°C

Ziehzeit

60 Sekunden

Chrakater

Spritzig, grasig und leicht herb im Nachhall.

Die Umami-Explosion (Shizuku-cha)

Für Schattentees wie Gyokuro oder hochwertige Senchas.

Dosierung

6g auf nur 60–80ml Wasser (sehr konzentriert).

Temperatur

50°C bis 60°C (fast handwarm)

Ziehzeit

90 bis 120 Sekunden

Charakter

Ein "Sirup" aus purem Umami. Erinnert an Algen, junge Erbsen und Meeresbrise.

Schritt-für-Schritt Anleitung

Moonlit Sencha - Noema
01 – Das Präzise abkühlen

Kochendes Wasser ist der Feind. Nutze einen Yuzamashi (Abkühlgefäß) oder gieße das kochende Wasser mehrmals zwischen kalten Tassen hin und her. Jeder Transfer senkt die Temperatur um ca. 5–10°C.

02 – Der "Tanzverbot"
03 – Der "Last Drop" (Golden Drop)
04 – Mehrfach Aufgüsse

Sensorik: Worauf du achten solltest

Das Mundgefühl

Ein guter Japan-Tee wirkt fast "ölig" oder sahnig auf der Zunge.

Die Farbe

Von hellem Zitronengelb bis zu einem tiefen, trüben Nebelgrün (bei Fukamushi – tiefgedämpften Tees).

Der Duft

Er sollte nach frisch geschnittenem Gras oder leicht nach gedämpftem Spinat riechen, niemals rauchig oder muffig.

FAQ

Moonlit Sencha - Noema
Warum ist mein Tee so trüb?

Bei japanischem Tee ist Trübung oft ein Qualitätsmerkmal. Durch die Dämpfung entstehen feinste Schwebstoffe der Teeblätter, die extrem viel Geschmack und Vitamine enthalten.

Was ist der Unterschied zwischen Sencha und Shincha?
Kann ich die Blätter essen?